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Der Mensch denkt …

Alltagstourist Seite 519

Auf den Tag genau vor einem Jahr habe ich den Text auf Seite 519 geschrieben. Genau wie damals knallen draußen die Böller der Ungeduldigen. Ich entnehme meinen Aufzeichnungen vom 31.12.2012, dass es es ein Grad wärmer, aber nicht so sonnig war wie heute.

Damals war noch überhaupt nicht klar, dass der Text einmal auf Seite 519 gedruckt sein wird. Er stand erst mal auf irgendeiner Seite im Manuskript für ein Buch, an dem ich schon eine ganze Weile schrieb und bastelte und für dessen grobe erste Fertigstellung ich mir im Januar diesen Jahres noch einige Tage frei genommen hatte. Ich habe das Buch nicht chronologisch geschrieben. Eher so, wie es mir in den Sinn kam. Die Reihenfolge der Texte sollte erst viel später entschieden werden.

Der Plan war: Im Laufe des Januars die erste Fassung des Manuskripts und Layouts fertigstellen. Dann das Ganze mit dem Verlag durchsprechen und das Frühjahr 2013 dazu nutzen, zusammen mit dem Verlag zu ändern, verschieben, korrigieren, verbessern, kürzen, vertiefen, lektorieren … drucken, binden, herausgeben und vertreiben.

Das Leben verläuft nicht nach Plan. Jedenfalls nicht nach meinem. Wie gut!

In der Tat hatte ich das erste grobe Manuskript und Layout Anfang Januar 2013 fertiggestellt. Und dann kam alles anders. Ich hatte geplant, dass ich im Frühjahr mit dem Buchthema durch bin. Aber nix da – im Endeffekt floss gefühlt jede freie Minute des restlichen Jahres in das Buch. Ich dachte, ich schreibe und gestalte ein Buch. Punkt. Doch plötzlich war ich nicht nur Autorin, Fotografin und Gestalterin, sondern auch Verlegerin, Produktionerin, Marketingleiterin, Pressefrau, Fundraiserin, Werbeleiterin, Crowdfunderin, Vertrieblerin … zum Glück erklärte sich Ingbert bereit, die Finanzen zu managen … das mit den Zahlen ist nämlich so gar nicht mein Ding.

Wie die Geschichte weiterging kann man hier unter Aktuelles ja ganz gut im Originalton nachlesen.

Vor genau einem Jahr, den Text für Seite 519 schreibend, war ich weit davon entfernt, zu erahnen, dass ich heute diesen Text über den Text auf Seite 519 und das dazwischenliegende Jahr schreibe.

Damals war ich noch mittendrin im Buchschreiben. Heute liegt es gedruckt vor mir – inklusive Seite 519. Ein Wunder. Ein wunderbares Wunder! Ein abgefahrenes Jahr. Wenn ich es in ein Wort zusammenfassen sollte: Danke.

Danke für viele neue Erfahrungen, für ungeahnte Unterstützung, für hilfreiches Feedback, für gemeinsame Wege, für große Bewahrung, für frische Inspiration, für spürbare Rückendeckung, für enorm viel Bestätigung, für gemeinsame und einsame Stunden. Und für Gottes Begleitung auf Schritt und Tritt.

Und was kommt jetzt? Das Buch ist raus, die erste Feedbackwelle ist verebbt. Ich habe erst mal soweit alles getan. Nun liegt ein neues, unbeschriebenes Blatt in Form eines neuen Jahres vor mir. Was da am Ende wohl darauf zu lesen sein wird?


One Comment

  • Antworten Stefan |

    Danke, dass dieses – bei mir eher nicht so prickelndes – Jahr gegen Ende durch den Alltagstouristen noch mal aufgepeppt wurde und nicht nur ich, sondern auch manche Leute im Umfeld dadurch beschenkt wurden!
    Danke Eva und danke Gott!

So, what do you think?